
Da die Verwechslungsgefahr in der Nestgründungsphase hoch ist und die Asiatische Hornisse als invasive Art meldepflichtig ist, sollten Nester immer den zu ständigen Behörden mit Bild und Standortangabe gemeldet werden. Eine Übersicht der Meldestellen in den einzelnen Bundesländern gibt es z.B. unter: https://www.bienenjournal.de/meldeadressen-fuer-sichtungen-von-vespa-velutina-und-deren-nester/
In der Regel sind die Behörden dankbar, wenn Sie ein solches Embryonalnest selbst entfernen können. Nester welche sich schon in der sozialen Phase befinden, sollten von fachkundige Personen entfernt werden. Dies wird aufgrund der langen Entwicklungsdauer der Arbeiterinnen von ca. 48 Tagen jedoch erst ab Mai der Fall sein.
Bevor man ein Embryonalnest zerstört, sollte man natürlich genau wissen, ob es wirklich von der Asiatischen Hornisse stammt und nicht vielleicht doch von der besonders geschützten heimischen Europäischen Hornisse
(siehe Bild oben). Am sichersten ist es natürlich, die Königin selbst zu bestimmen, die man ein- oder ausfliegen oder auf der Wabe sehen kann. Die heimische Hornisse Vespa crabro sieht man eher über der Wabe brüten, da
ihre Nester meist nach unten großzügig geöffnet sind. Auch ist die Nesthülle immer nur einlagig, solange die Königin noch alleine im Nest ist. Die Nesthülle des Embryonalnestes der Asiatischen Hornisse verengt sich sehr schnell nach unten zu einem schmalen Eingang. Zudem baut die Königin der Asiatischen Hornisse bald mehrere Lagen von Nesthüllen. Es fordert also deutlich mehr Geschick die Brut in der Wabe zu erkennen.
Quelle: Newsletter Bienen@Imkerei Ausgabe 3/2025

Quelle: Landesanstalt für Bienenkunde, Universität Hohenheim, Dr. Carolin Rein
